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"Das geistige Paradies". In den Veröffentlichungen der Gesellschaft „Wachtturm“ wird sehr oft dieser Begriff erwähnt. Es wird behauptet, dass es in der irdischen Organisation der Zeugen Jehovas schon heute das geistige Paradies gibt. Etwas ausführlicher erfahren Sie darüber in der Zeitschrift „Wachtturm“ vom 1. März 2001 auf der Seite 8 in dem Artikel „Was bedeutet eigentlich das geistige Paradies?“. Da ich die Bibel zusammen mit den Zeugen im Jahre 1992 zu erlernen begonnen habe und in die Versammlung 1996 aufgenommen wurde, konnte ich selbst sehen, was in der Organisation zu der Zeit der Veröffentlichung dieses Artikels geschieht. Deshalb hat dieser Artikel bei mir Uneinigkeiten zu diesem Standpunkt hervorgerufen. Ich beschloss, diesen Artikel zu analysieren und zu überprüfen, inwieweit die darin angeführten Behauptungen der Wirklichkeit entsprechen. Weiter möchte ich meine Schlussfolgerungen anführen. Auf der Seite 8 in dem Absatz 4 findet man die Erklärung, dass: „Das geistige Paradies ist eine Umgebung, die angenehm fürs Auge und nervenberuhigend ist, in der die Menschen die Welt zusammen mit anderen Menschen und dem Gott genießen“. Weiter: auf der Seite 9, Absatz 2 in dem letzten Satz kommt die Erklärung dessen, weshalb sich dieses Paradies bei den Zeugen Jehovas befindet – „da sie sich durch eine große gegenseitige Liebe auszeichnen“. Weiter: auf der Seite 9, in dem Absatz 2 handelt sich darüber, dass dieses Paradies noch von dem Propheten Sofonia vorausgesagt wurde (3:13) : „Die Nachfolgen von Israel werden keine Unwahrheit machen, keine Lüge sprechen, es findet sich keine Heimtücke in ihrer Rede, da sie selbst dort weiden und ruhen werden, und niemand wird sie beunruhigen...“. Dazu habe ich auch paar Fragen: 1) Wenn die Leitung der Zeugen Jehovas behauptet, dass die Information, welche sie in den Zeitschriften veröfentlicht, vom Gott Jehova stammt, später sich aber als unwahr erweisst, wie können die dann behaupten, dass sie schon heute „keine Lüge sprechen“?! Oder selbst der Gott Jehova füttert seine Diener mit Lüge??? Wenn es stimmt, so wie kann diese Situation als Paradies bezeichnet werden? Oder für die Zeugen Jehovas ist die Ernährung mit Lüge schon das Paradies??? 2) „Sie selbst dort ruhen werden, und niemand wird sie beunruhigen...“ Ich kann nicht begreifen, wie die Zeugen Jehovas schon heute ruhen können und auf welche Weise die Worte zustande kommen, dass niemand sie beunruhigen wird? 3) Und die letzte Frage zu diesem Zitat. Aus welchem Grund wurde das Gedicht Nr. 13 aus dem Kontext mit dem Gedicht Nr. 15 ausgerissen? Dort steht es: „Gott hat deinen Feind vertrieben! ...nie wieder wirst du das Böse treffen!“ Alle wissen doch, dass während des zweiten Weltkrieges Zeugen Jehovas in Konzentrationslager eingesperrt waren. Halten sie es nicht für das Böse? Oder hatten diejenigen, die im Konzentrationslager saßen, es bloss nicht gemerkt??? Und wie sind die Worte des Gedichtes Nr. 13 „und niemand wird sie beunruhigen...“ mit den Worten aus dem Gedicht Nr. 15: „...hat deinen Feind vertrieben! ...nie wieder wirst du das Böse treffen...“ verbunden???
Weiter: Seite 10, Absatz 4, der letzte Satz: „... unter ihnen gibt es aber die Einigkeit, die schwer zu begreifen ist, wenn man die nicht erfahren hat“. Gleich kommt die Antwort: ja, das stimmt. Warum?! Da alle anderen, die ihre Uneinigkeit erklären, sollen verstummen und werden vertrieben. Daher bleiben in der Organisation nur diejenigen, die einverstanden sind oder diejenigen, die das Schweigen bevorzugen... Weiter: Seite 11, Absatz 5, erster Satz: „Schon heute empfinden die Menschen, die das geistige Paradies geniessen, die Erfüllung der Voraussagung von Issaia 49:10 im geistigen Sinne: „sie werden nicht vor Hunger oder Durst leiden, es wird sie keine Hitze oder Sonne quälen; da der Gnädige sie führen wird und bringt sie zu den Wasserquellen“. Mit diesem Zitat widerspricht sich der leitende Organ selbst. Er behauptet immer, dass wenn den Zeugen Jehovas etwas als unklar erscheint oder eine Frage entsteht, die noch keine Antwort hat, so soll man geduldig abwarten. Als Beispiel werden Brüder und Schwester angeführt, die 10 bis 15 Jahre lang auf ihre Antwort gewartet hatten, schliesslich auch diese Antwort kriegten... Wie aber diese Brüder und Schwester selbst zeugen, die Erwartung war sehr peinlich... Stellen wir uns eine Situation vor: der Mensch ist hungrig und durstig, es wird ihm aber erwidert: „Du bist schon im Paradies, sei darum geduldig! In 15 Jahren bekommst du etwas zum Essen und zum Trinken ... du kannst darum schon heute das geistige Paradies geniessen .. zwar bekommst du deine Antwort erst in 15 Jahren, sind wir trotzdem der Meinung, dass du auf diese Frage deinen Durst und deinen Hunger schon gemässigt hasst ... so sagt die Voraussagung .. falls du aber mit uns in dieser Frage nicht einig bist, so werden wir dich in der Versammlung als Abtrünniger erklären, der gegen „treuen und vernünftigen Sklaven“ aufgetreten ist, der das Volk Jehovas nicht mit seinem eigenen Verständnis der Bibel ernähert, sondern mit der Information, die direkt vom Gott Jehova stammt... Der letzte Satz des Artikels lautet: „Wie schön ist denn die Beschreibung des geistigen Paradieses!“
Haben Sie bemerkt, dass ich die zwei ersten Zitate nicht kommentiert hatte? Zitat Nr. 2: „... sie zeichnen sich durch eine grosse gegenseitige Liebe...“. Ich denke, Sie werden zustimmen, dass diese Behauptung zu bestreiten ist, sogar dass es sich Zeugen finden, die es behaupten werden, sie hatten keine Hilfe gekriegt, als sie diese benötigt hatten? Das Zitat Nr. 1 werden wir etwas später behandeln, wenn wir zur Besprechung der Zeitschrift „Wachtturm“ vom 15. Oktober 2004 kommen. Nach all diesen Forschungen bin ich zur Schlussfolgerung gekommen, dass die Information über das geistige Paradies gefälscht ist. Wie es aber mir scheint, müssen meine Erklärungen mehr überzeugend sein. Sind doch viele Gedichte der Bibel aus verschiedenen Gesichtspunkten zu erklären. Ich brauchte ein sehr wesentliches Argument. Zum Beispiel, als der Teufel Jesus versucht hatte, sagte er: „Bist du der Sohn Gottes, dann spring herunter...“. Die Worte des Teufels waren ganz logisch, Jesus widerrief dem aber mit einem Gedicht!!! Ich suchte weiter nach gleichem Argument und fand es schliesslich!!! Für die Leitung des „Wachtturmes“ hatte ich die ganze Information, die Sie oben lesen konnten, nicht angeführt, sondern nur gefragt:- Das, was sie als geistiges Paradies nennen, ist schon „die Gestalt der Gegenstände“ oder „nur noch der Schatten des zukunftigen Wohles“??? (Meldung des Apostels Paulus an Juden 10:1) Danach fühlte ich mich als Sieger. Mir schien, dieser Schlag war tödlich. Ich durchblätterte weiter die Veröffentlichungen des „Wachtturmes“ und wartete auf baldiges Bereuen wegen ihrer Fehler. Aber... Ein Jahr war vorbei, seitdem ich meine Frage gestellt hatte, und plötzlich habe ich gelesen, dass in der Zeitschrift „Wachtturm“ vom 15. Oktober 2004 im Artikel „Ist denn deine Hoffnung auf Paradies stark“ die Zeugen Jehovas nicht nur keine Reue ausdrücken, sondern die Richtigkeit ihrer Ansichten begründen versuchen. Interessant schienen für mich die Zitate, auf die ich meine Aufmerksamkeit gelenkt hatte: 1) Seite 8, Absatz 3: „der Begriff „geisiges Paradies“ kann wirklich als etwas abstraktes und schwieriges zum Verstehen erscheinen, aber so ein Paradies war wirklich hervorgesehen und besteht tatsächlich“. 2) Seite 11, Absatz 13: „Wir wohnen im Frieden mit den Gleichgläubigen, die es streben, möglichst weniger den Tieren zu ähneln und gut und präventiv zu sein... Wir sind in das geistige Paradies gekommen, da wir es wollten, wenn wir aber unsere Verhältnisse zu Gott nicht schonen werden, so können wir auf die Seite gelangen oder werden gezwungen sein, dieses Paradies zu verlassen“. 3) Seite 11, Absatz 14: „Uns hilft besonders die Tatsache, dass wir unsere Kräfte aus dem Gottes Wort schöpfen“.
Zwar nach diesen Ereignissen habe ich versucht, eigene Webseite im Internet zu öffnen. Kehren wir aber zum Artikel zurück. Schauen wir mal, was Neues die Leiter des „Wachtturmes“ zur Bestätigung ihres Dogmas angeboten haben. Möchte gleich erwidern – nichts! Vom 4. bis zum 6. Absatz folgt die Erklärung der Vision des Apostels Paulus. Dies ist nicht richtig, hat aber keinen Zusammenhang mit unserem heutigen Thema und wird nächstes Mal erörtert. Unser Interesse ziehen nur drei Zitate aus diesem Abschnitt: 1) Seite 8, Absatz 4: „Dieser Abschnitt folgt gleich den Gedichten, in denen Paulus sein Apostelrecht verteidigt“. 2) Seite 8, Absatz 4: „In welchem „Paradies“ ist er denn übernatürlich gewesen?“ 3) Seite 8, Absatz 5: „Aus diesem Standpunkt war das, was Paulus gesehen hatte, etwas gehobenes, unirdisch oder geistig“. Auf diese Weise können wir von den Zitaten 2 und 3 erkennen, dass Apostel Paulus in dem geistigen Paradies gewesen war. Jetzt möchte ich auch erwähnen, dass bei Forschung des Artikels vom 01.03.2001 ich das Zitat Nr. 1 (auf der Seite 8, in dem Absatz 4 wird die Erklärung angeführt, dass: „Das geistige Paradies ist eine Umgebung, die angenehm fürs Auge und nervenberuhigend ist, in der die Menschen die Welt mit anderen Menschen und dem Gott genießen“) ausser Acht gelassen habe und versprach, dazu später zu kehren. Es entsteht die Frage: gab´s denn das geistige Paradies in der christlichen Versammlung zu den Lebenszeiten des Apostels Paulus? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir auf der Seite 10 des „Wachtturmes“ vom 15.10.2004 aufschlagen und sich den Absatz 9 angucken: „Paulus ... wusste, nach seinem Tod wird es eine Menge Abtrünniger geben. Nach der Verbreitung der Abtrünnigkeit ... konnte man die Christen kaum mehr mit einem blühenden Garten vergleichen“. Daraus folgt, die Leitung sei der Meinung Ja!, das geistige Paradies gab schon im ersten Jahrhundert. Dabei entstehen aber viele Fragen: 1) Wenn es tatsächlich das geistige Paradies in der christlichen Versammlung des ersten Jahrhunderts gab, in welchem geistigen Paradies konnte Paulus dann gewesen sein? Und wie er diese Information ausnutzen konnte, um sein Apostelrecht verteidigen zu können? 2) Was für eine Situation entstand da, bei der Ap. Paulus sein Recht verteidigen sollte und warum den es in dem geistigen Paradies entstanden ist? 3) Wie bestätigt die vom Paulus in der 1. Korynthien 6:8 beschriebene Situation das Bestehen des geistigen Paradieses: „Sie kränken und belügen, Ihre Brüder“? Zu den Worten des Ap. Paulus möchte ich noch ein Zitat aus dem „Wachtturm“, Seite 11, Absatz 11 anführen: Daher bisst du in der Versammlung der Zeugen Jehovas von friedlichen und unterhaltungsfreundlichen Menschen umgeben“. Von mich möchte ich hinzufügen: „... versuch nur mal, mit denen über Fehler zu sprechen, die in Veröfentlichungen des „vernünftigen Sklaven“ festgestellt wurden...“. 4) Warum sprechen die ersten Christen über diesen Begriff in der Bibel nicht? 5) Warum entsteht diese Situation zu der Lebenszeit von Paulus? Das geistige Paradies sollte doch nach seinem Tod verschwinden.
Auf der Seite 9, Absatz 6 wird zur Unterstützung des Dogmas der Vers aus Isaia 51:3 zitiert: „... der Gott ... macht seine Wüste dem Paradies ähnlich...“. möchte Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, dass in diesem Vers darüber gesprochen wird, dass Gott die Wüste nicht zum Paradies machen wird, sondern nur dem Paradies „ähnlich“. Aber schon auf der Seite 9, in dem Absatz 8 verschwindet in dem Text des „Wachtturmes“ das Wort „ähnlich“ und es wird geschrieben: „Was für grosse Änderung! Der verwüstete Boden wird zum Paradies“. Wie man sieht, ist die Manipulation ganz einfach, übt aber ihren Einfluss aus!!! Weiter benutzt man auf der Seite 11, Absatz 12 den Vers aus Levit 20:24 : „Sie vererben von mir die Erde, in der Milch und Honig fliessen...“ Hier spielt der „vernünftige Sklave“ an, dass diese Erde einmal Paradies war. Als Schlussfolgerung haben wir, dass auf der Erde Paradies schon 3 Mal existiert hatte! 1) Das ist das Paradies, von wo Adam und Eva vertrieben wurden. 2) Das ist das Paradies, wo Filisthymen, Ammoreen, Evuseen einmal gelebt hatten... Ja! Es stellt sich fest, dass sie in dem Paradies gelebt hatten! Später haben die Israeliten diese Erde erobert, waren aber bestraft für ihre Ungehorsamkeit und nach Babylon geholt. Das Paradies wurde zu einer Wüste. 3) Sie kehrten nach der Befreiung zurück nach Hause und wie es im „Wachtturm“ auf der Seite 9, Absatz 8 steht, kamen wieder in das Paradies, das schon als drittes Paradies galt. Wir müssen zurückdenken, was in Sofonia 3:13, 15 steht: „... und niemand wird sie beunruhigen“, „... Gott hat deinen Feind vertrieben! ...nie wieder wirst du das Böse treffen!“ Schauen wir mal, wie über das Leben im „Paradies“ der vom Gefangenschaft zurückgekehrten Israeliten in dem Buch von Neemia 4:1, 8, 17 geschrieben wird: „Da hat Sanavallat vernommen, dass wir eine Mauer bauen... und hatte Juden verhöhnt ... da hatten sich alle verabredet, mit dem Krieg gegen Erusalem aufzutreten und es zu zerstören... diejenigen, die die Mauer errichteten und die sie überbrückende Läster trugen, haben einerseits ihre Arbeit gemacht, andererseits mit Spiessen gekämpft“. In dem Abschnitt 5:3, 5 können wir folgendes lesen: „Es gab auch solche Menschen, die sagten: unsere Ackerfelder und Weinberge müssen wir verpfänden, um Brot vor Hunger zu kriegen... wir müssen unsere Söhne geben... sowie unsere Töchter, zu den Sklaven, einige unserer Töchter sind schon versklavet “. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was für ein „Paradies“ es war, lesen sie den Buch von Neemia. Wie ist die Leitung der „Zeugen Jehovas“ zu den Beschluss gekommen, dass Juden im Paradies gelebt hatten? Wenn Sie mal im Absatz 16, Seite 12 lesen, werden Sie sehen, dass es wahrscheinlich mit dem Einfluss verbunden ist, welchen auf sie die Autorität des Familienforschers Volter Laudermilk ausgeübt hatte, der in der Zeitschrift „sayentifik american“ Israel als „Pastoralparadies“ nennt... Dabei möchte ich diese Forschung abschliessen und meine Frage wiederholen, die ich schon vor zwei Jahren gestellt hatte. Diesmal mache ich das auf eine etwas modernere Weise. Also: -- Das, was Sie „das geistige Paradies“ nennen ist schon selbst Original oder nur eine bestimmte Nachahmung des Originals?!!
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